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,,Hast meinen Kopf gefickt, hast mich hintergangen. Unloyal, dein Ego pisst mich an, kotzt mich an, weiß nicht, warum ich dich..‘‘,  eine junge Frau tut so, als kämen die Lyrics der Sängerin Lune direkt aus ihrem Mund, darüber ein Satz: Wenn er neben einem anderen Mädchen atmet. #gebeauf

Ein Swipe weiter die Sängerin Lea:  Hey Leute, heute will ich euch zeigen, wie ihr meinen, Cappis (Capital Bra) und Samras Song 110 in weniger als einer Minute am Klavier lernen könnt. Kurz werden die Noten eingeblendet, dann demonstriert die Sängerin, wie das Ganze klingen kann. #LernenMitTikTok

Ursprünglich aus China hat die App TikTok längst auch in Deutschland einen großen Bekanntheitsgrad erreicht. Mit 800 Millionen Nutzern weltweit, 100 Millionen in Europa und 10 Millionen in Deutschland bietet die Musik-App dabei besonders für Musiker und Musikerinnen große Chancen. 

 

Wie genau funktioniert TikTok überhaupt?

Ursprünglich Musical.ly genannt, konnten die anfangs Nutzerinnen und Nutzer Videos von sich aufnehmen, in denen sie zu einem ausgewähltes Playback-Lied ihre Lippen bewegten, tanzten oder Grimassen schnitten. Nachdem die App von dem Medienunternehmen ByteDance übernommen wurde, erfolgte 2018 die Umbenennung in TikTok.

Heute ist die App weitaus mehr als all das. Challenges, Tiervideos, kurze Tutorials, Humor – selbst die Tagesschau ist dabei mit informativen Videos. Auch Musiker und Musikerinnen nutzen die Plattform verstärkt, um ihre eigene Musik zu verbreiten oder um den eigenen Bekanntheitsgrad zu steigern. 

 

Welches Potenzial bietet TikTok in der Hinsicht überhaupt ? 

TikTok ähnelt in vielerlei Hinsicht Instagram. Auch bei TikTok spielen Hashtags, Filter und Follower eine große Rolle, ein entscheidender Unterschied ist allerdings im Algorithmus zu finden. Während bei Instagram Beiträge maßgeblich von der Followerzahl bestimmt sind und zudem nach einiger Zeit stark an Reichweite verlieren, ist dies bei TikTok anders. Auch bei einer geringen Zahl an Followern kann ein Video eine riesige Reichweite erreichen. Zuerst wird das Video einer kleinen Gruppe gezeigt. Gefällt diesen das Video, wird es einer immer größeren Gruppe gezeigt. 

Genau darin liegt auch das Potenzial für Musikerinnen und Musiker. Schaffst du es, einen guten Song oder ein gutes Video zu veröffentlichen, kann dies gleich deinen Bekanntheitsgrad stark steigern. 

Beispiele für Erfolgsgeschichten gibt es einige. Die bekannteste ist wohl das Lied ,,Old Town Road‘‘, das vor der offiziellen Veröffentlichung ein Hit auf TikTok wurde und schließlich dadurch weltweit Bekanntheit erlangte. Die User nahmen dazu Videos auf, in denen sie als Cowboy ein Lasso schwingen. 

Doch nicht nur neuen Songs bietet TikTok eine Plattform:  Ein Album der Rockband Fleetwood Mac schaffte es 43 Jahre nach der ursprünglichen Veröffentlichung wieder in die Top 10, nachdem ein Nutzer ein Video mit einem ihrer Songs veröffentlicht hatte. 

 In Deutschland dominieren zurzeit Rapsongs die App, die sich durch einfach zu wiederholende Texte und tanzbare Rhythmen auszeichnen. Rapperin Loredana nutzt die Plattform intensiv zum Marketing, indem sie nicht nur private Videos von sich postet und an Challenges teilnimmt, sondern beispielsweise ihre Fans vor Veröffentlichung einer ihrer Songs bereits Videos dazu hochladen lässt, um diese in ihr Musikvideo zu integrieren.

Auch Lena Meyer-Landrut, Capital Bra, Mark Forster nutzen die Plattform, um ihre Musik zu verbreiten. 

Nun magst du dich wohl fragen: 

 

Passt Tiktok zu mir?

Bevor du entscheidest, ob du TikTok nutzen möchtest, solltest du überlegen, welches Ziel du damit verfolgst. 

Künstler und Künstlerinnen, die ihre eigene Musik auf TikTok veröffentlichen, erhalten dafür bisher kein Geld oder nur geringe Beträge. Vielmehr kann dir die Plattform helfen, deinen Bekanntheitsgrad zu steigern, deine Musik zu verbreiten und somit auf das Radar von Plattenfirmen, Influencern oder anderen Unternehmen zu kommen – Kontakte, die für dich hilfreich sein können. 

Als Zweites solltest du über deine Zielgruppe nachdenken. Ein Großteil der Nutzer und Nutzerinnen auf TikTok ist nämlich jünger als 30 Jahre (ca. 66 %), viele zwischen 16 und 24 Jahre (ca. 41 %). Diese Zahlen können sich natürlich verändern,  es ist dennoch sinnvoll, seine Entscheidung daran auszurichten.

 

Auch die Art deiner Musik kann hierbei eine wichtige Rolle spielen. Bevor du also beginnst, auf TikTok Inhalte zu veröffentlichen, schau dir Inhalte dort an, die Ähnlichkeit zu dir und deiner Musik haben. Einige Musikrichtungen sind bereits stärker vertreten als andere. 

Auch sollten die Inhalte auf TikTok nicht wahllos sein, sondern sich in dein Branding einfügen. Das heißt, du solltest einen Fokus wählen. Allerdings bietet TikTok in der Hinsicht eine größere Freiheit als Instagram. 

 

Fazit

Ob du TikTok letztendlich nutzt, solltest du am allermeisten davon abhängig machen, ob du Zeit und Lust hast, dich mit der Plattform zu beschäftigen. 

Die Musikrichtung und die Zielgruppe sind zweitrangig, wenn du nicht motiviert bist, dich mit TikTok auseinanderzusetzen. Das Wichtige ist nämlich, dass du deine Leidenschaft zur Musik und dich selbst auch authentisch zeigst. Andere Nutzer und Nutzerinnen werden es merken, wenn du dich nicht wohlfühlst und auch dir und deiner Musik bringt dies dann wenig Mehrwert. 

Lass dich allerdings von der jungen Zielgruppe von TikTok sowie den bisherigen musikalischen Inhalten nicht abschrecken. Soziale Netzwerke und Plattformen sind immer im Wandel und mit der Zeit kommt es häufig zu einer Verbreiterung der Zielgruppe und zu einer größeren Anzahl an Themen. 

Insgesamt bietet TikTok für jeden Newcomer und jede Newcomerin eine riesige Chance, besonders da das Angebot an Videos dort noch einer größeren Nachfrage gegenübersteht. So können sich Musiker und Musikerinnen schnell eine hohe Zahl an Views und Followern aufbauen. 

Solltest du dich für TikTok interessieren, aber du hast noch nicht die richtige Strategie oder willst mehr wissen, gib uns gerne Bescheid. Wir helfen dir, mit deiner Musik erfolgreich zu werden! – Auch auf TikTok. 

Mehr zu Strategien auf TikTok findest du in den nächsten Beiträgen hier auf unserem Blog. 

Quellen: 

https://www.futurebiz.de/artikel/tiktok-statistiken-2019/

https://www.merkur.de/wirtschaft/tiktok-usa-app-verbot-rechtsstreit-regierung-donald-trump-china-handelsstreit-zr-90100622.html

https://diepinatas.de/instagram-vs-tiktok/

https://www.igroovemusic.com/blog/wieso-musiker-tiktok-nutzen-sollten.html

https://blog.landr.com/de/wie-du-deine-musik-in-5-einfachen-schritten-auf-tiktok-veroeffentlichst/

https://www.youtube.com/watch?v=walZaB7hG-s

https://www.deutschlandfunk.de/social-media-wie-tiktok-die-musikindustrie-veraendert.807.de.html?dram:article_id=477229

https://www.futurebiz.de/artikel/tiktok-statistiken-2019/

https://www.wuv.de/tech/so_viele_nutzer_hat_tiktok_in_deutschland